Mainz Weniger Klausuren an Pfälzer Oberstufen
Wegen der Corona-Krise hat das rheinland-pfälzische Bildungsministerium entschieden, dass die in der Oberstufe der Gymnasien bis zum Ende des Schuljahrs geforderten Leistungsnachweise wegen der Corona-Krise verringert werden können. „Das ist eine gute Lösung“, sagte die Landesvorsitzende des Philologenverbands, Cornelia Schwartz, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.
Demnach wird es nach der Öffnung der Gymnasien in den höheren Jahrgangsstufen möglich sein, sich in den Leistungskursen auf eine Kursarbeit und zwei weitere Leistungsnachweise wie Hausaufgabenüberprüfungen zu beschränken. Auch kann die Dauer der Kursarbeit im Grundkurs auf eine, im Leistungskurs auf zwei Stunden verringert werden. Dies sei sinnvoll, da der Stoffumfang wegen der sechswöchigen Schulschließung seit dem 16. März weniger umfangreich sei, sagte Schwartz.
Die Vertretungen von Schülerinnen und Schülern an mehreren Mainzer Gymnasien hatten sich noch am Donnerstagabend in einem offenen Brief an das Bildungsministerium gewandt und gefordert, auch Klausurersatzleistungen zu ermöglichen und zum Beispiel auf mündliche oder praktische Übungen auszuweichen. „In den Leistungskursen sollte auf eine zweite Leistungsfeststellung verzichten werden können.“ Für eine faire Notenbildung sollte es auch ermöglicht werden, „die Leistungen des Homeschoolings positiv mit einfließen zu lassen“.
In dem Schreiben des Ministeriums zum Unterrichtsbeginn heißt es: „Im Falle einer länger andauernden Schulschließung wird es voraussichtlich nicht möglich sein, alle Grund- und Leistungskursarbeiten zu schreiben. Das Ziel ist dann, möglichst viele der geforderten Leistungsnachweise zu ermöglichen.“