Ludwigshafen Was über die Bedrohung einer CDU-Mitarbeiterin bekannt ist
Am Donnerstag ist eine Mitarbeiterin der CDU-Landesgeschäftsstelle in Mainz telefonisch mit dem Tod bedroht worden. Die Frau hat dies ihren Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle mitgeteilt und Anzeige erstattet, sagte Landesgeschäftsführer Jan Zimmer auf Anfrage. Die Bedrohung „hat uns alle sehr getroffen. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Zimmer.
Die Anzeige ist nicht beim Polizeipräsidium in Mainz erstattet worden, wie ein Sprecher sagte. Sie ist bei einer Polizeidienststelle in der Vorderpfalz eingegangen, bestätigte Thorsten Mischler, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz in Ludwigshafen. Denn die Frau lebt in der Region und hat im Homeoffice gearbeitet. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und die Frau beraten, welche Sicherheitsvorkehrungen sie treffen kann.
Für CDU-Generalsekretär Johannes Steiniger ist der Vorfall das Ergebnis einer völlig überhitzten Stimmung im Land, nachdem CDU und AFD gemeinsam für einen CDU-Antrag zur Migrationspolitik gestimmt hatten. Viel mehr zu dem Vorfall möchte er zum Schutz der Frau nicht sagen. Nur so viel: Die Morddrohung sei ziemlich sicher aus dem linksradikalen Spektrum gekommen, und die Mitarbeiterin sei offenkundig stellvertretend für CDU-Abgeordnete bedroht worden, um diese zu verunsichern.