Mainz Waffenlieferant: Land reagiert auf Schließungspläne bei Sig Sauer

Mit den Sturmgewehren sollen die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) der rheinland-pfälzischen Polizei ausgerüstet we
Mit den Sturmgewehren sollen die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) der rheinland-pfälzischen Polizei ausgerüstet werden.

Die Landesregierung will prüfen, wie sich die weitere Zusammenarbeit mit ihrem Waffenhersteller Sig Sauer „gestalten lässt“. Das hat ein Sprecher des Innenministeriums am Montag mitgeteilt.

Ein 450.000-Euro-Auftrag

Die Firma hat angekündigt, ihren deutschen Standort in Eckernförde aufzugeben und nur noch in der Schweiz und den USA zu produzieren. Staatliche Stellen vermeiden es aber normalerweise, Waffen bei ausländischen Produzenten zu bestellen. Rheinland-Pfalz hat bei Sig Sauer gerade erst für etwa 450.000 Euro Sturmgewehre gekauft, mit denen bestimmte Polizeieinheiten für den Antiterror-Kampf gewappnet werden sollen.

Gewehre schon geliefert

Diese Waffen sind dem Sprecher zufolge auch schon geliefert, die Beamten sollen – nachdem die Corona-Krise den ursprünglichen Zeitplan verschoben hat – demnächst mit ihnen üben. Allerdings war der Kauf als Pilotversuch gedacht: Falls sich die Gewehre bewähren, sollten sie vielleicht auch für die Polizisten im Streifendienst bestellt werden.

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