Rheinland-Pfalz Wachsende Altersarmut in Rheinland-Pfalz

Etwa jeder sechste Rentner war danach 2018 armutsgefährdet.
Etwa jeder sechste Rentner war danach 2018 armutsgefährdet.

Die Altersarmut in Rheinland-Pfalz ist dem DGB-Rentenreport zufolge erneut gestiegen. Etwa jeder sechste Rentner (17,9 Prozent) war danach 2018 armutsgefährdet. Das sei bundesweit der höchste Wert nach Mecklenburg-Vorpommern, sagte Myriam Lauzi vom DGB-Landesverband am Dienstag in Mainz. Seit 2006 sei die Altersarmut ständig gestiegen, damals habe sie 13,1 Prozent betroffen. Armutsgefährdet bedeutete 2018 weniger als 1061 Euro Rente pro Monat. Frauen sind nach den Erhebungen des DGB deutlich stärker betroffen: 72 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer hätten eine Rente bekommen, die unter der Armutsschwelle lag.

Die Zunahme psychischer Erkrankungen, die zur Erwerbsminderung führe, sei besorgniserregend, sagte DGB-Landeschef Dietmar Muscheid. „Über 74 Prozent der Frauen und mehr als 61 Prozent der Männer mit Erwerbsminderungsrente sind von Armut gefährdet.“ Psychische Erkrankungen seien inzwischen die häufigste Diagnose und in 43 Prozent der Grund dafür, dass Arbeitnehmer nicht mehr oder nicht mehr vollständig arbeiten könnten.

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