Tierseuche Vorsichtsmaßnahmen wegen Blauzungenkrankheit
Die Vorderpfalz reagiert auf einen Ausbruch der Blauzungenkrankheit im baden-württembergischen Ortenaukreis. Die Krankheit kann Rinder, Schafe und Ziegen befallen, aber auch Alpakas, Lamas und Hirsche.
In einem Umkreis von 150 Kilometern um den infizierten Betrieb gibt es deshalb Einschränkungen beim Transport von Tieren und von Zuchtmaterial wie Eizellen oder Sperma. Außerdem rät das Friedrich-Löffler-Institut zur Impfung der Tierbestände. Dies wird vom Land und der Tierseuchenkasse bezuschusst. Welche Regel im Einzelnen gilt, hängt von der Tierart, der weiteren Verwendung der Tiere – zum Beispiel Zucht, Mast oder Schlachtung – und dem Status des Herkunfts- und des Bestimmungslandes ab. Betroffen sind jedenfalls die Landkreise Südliche Weinstraße, Germersheim, Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz, die sich im Tierseuchenverbund Rheinpfalz zusammengeschlossen haben.
Die Blauzungenkrankheit wird durch ein Virus ausgelöst, das von Stechmücken, sogenannten Gnitzen oder Bartmücken, übertragen wird. Typische Symptome sind Fieber, Entzündungen und Blutungen in den Schleimhäuten, vermehrter Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Vor allem bei Schafen schwillt die Zunge an und wird blau. Bei Schafen verläuft die Krankheit oft tödlich.
Tierhalter können sich per E-Mail bei ihrem zuständigen Veterinäramt informieren, zum Beispiel bei veterinaeramt@kreis-bad-duerkheim.de oder veterinaeramt@rheinpfalzkreis.de.