Statistik Viele Minijobs: Rheinland-Pfalz Schlusslicht bei Arbeitsstunden pro erwerbstätiger Person

Insgesamt leisteten die gut zwei Millionen Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz 2,68 Milliarden Arbeitsstunden im Jahr 2024.
Insgesamt leisteten die gut zwei Millionen Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz 2,68 Milliarden Arbeitsstunden im Jahr 2024.

Erwerbstätige Rheinland-Pfälzer haben 2024 im Durchschnitt 1302 Stunden gearbeitet – und liegen damit im Ländervergleich auf dem letzten Platz in Deutschland. Dies hat das statistische Landesamt in Bad Ems mitgeteilt. Rheinland-Pfalz weist allerdings im Vergleich der Bundesländer auch den höchsten Anteil an geringfügig Beschäftigten auf. Dadurch erkläre sich der statistische Effekt des vergleichsweise geringeren Arbeitsvolumens je Erwerbstätigen, so das Landesamt. Der DGB RLP hatte bereits 2023 den mit 13 Prozent sehr hohen Anteil der Mini-Jobber an allen Beschäftigten im Land kritisiert.

Insgesamt leisteten die gut zwei Millionen Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz im Jahr 2024 2,68 Milliarden Arbeitsstunden. Das entspricht einem Rückgang um 26 Millionen Stunden beziehungsweise einem Prozent gegenüber 2023. Im Bundesdurchschnitt nahm das Arbeitsvolumen nur um 0,1 Prozent ab. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitsstunden je Erwerbstätigen ist in den Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: In der Land- und Forstwirtschaft war die Pro-Kopf-Arbeitszeit 2024 mit 1567 Stunden am höchsten.

Ein Grund dafür sei der hohe Anteil an Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen, so das Landesamt. Im Produzierenden Gewerbe leistete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 1414 Stunden (Deutschland: 1432 Stunden). Mit 1214 Stunden ist die durchschnittliche Arbeitszeit im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“, wie schon in den vergangenen Jahren, mit Abstand am geringsten, so das Landesamt.

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