Bockenheim Verborgene Gefahr im Untergrund: Warum der Schlossweg gesperrt ist
Wegen Einsturzgefahr ist der Schlossweg in Bockenheim auf Höhe der Hausnummer 2 seit mehr als einer Woche gesperrt. Wie Bürgermeister Gunther Bechtel (SPD) in der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, wurde bei Bauarbeiten entdeckt, dass die Straße an der Stelle unterspült ist. Das Bauamt der Verbandsgemeinde Leiningerland verfügte nach einem Besuch sicherheitshalber umgehend die Sperrung. Arbeiter, die mit der Sanierung des Gebäudes Hausnummer 2 befasst sind, hätten unter einem Fallrohr eine gesprungene Entwässerungsrinne entdeckt und festgestellt, dass sich daneben ein Hohlraum gebildet habe, berichtet Bechtel.
Überraschung beim Graben
Als sie den Boden an der Stelle öffneten, seien sie auf ein rund zwei Meter tiefes und breites sowie drei Meter langes Loch unter der Straße gestoßen, das sich wohl durch das jahrelange Eindringen von Wasser gebildet habe. Zunächst sei unklar gewesen, ob die historischen Weinkeller, die in dem Bereich auch unter dem Schlossweg hindurch reichen, von dem Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen worden seien, erzählt Bechtel. Mittlerweile seien aber sowohl Mitarbeiter des Denkmalschutzes als auch ein Statiker da gewesen und hätten Entwarnung gegeben: Es sei keines der Kellergewölbe von dem Schaden betroffen, und das Loch werde sich voraussichtlich ohne größere Probleme wieder verschließen lassen.
So lange dauert die Reparatur
Nach Auskunft des Ortschefs wird es rund zwei Wochen dauern, bis die Reparaturen an der Straße vollendet sind und sie wieder freigegeben werden kann. Bis da hin ist sie an der Stelle nicht nur für Autos, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Wer die Martinskirche zu Fuß oder mit dem Rad erreichen will, nutzt bis auf weiteres den Steggraben. Autofahrer müssen ihren Wagen stehenlassen und ebenfalls zu Fuß weiter. Wer zum Weingut Janson will, nimmt den Weg über die Weinstraße.