Ukraine-Krieg USA laden zu Rüstungskonferenz ein
Die USA haben erneut zu einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe eingeladen, die im April auf der westpfälzischen US-Luftwaffenbasis Ramstein aus der Taufe gehoben wurde. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag der RHEINPFALZ am SONNTAG.
Demnach treffen sich die „Direktoren der nationalen Rüstung“ aus rund 40 Staaten, um die längerfristige Versorgung der Ukraine mit Waffen abzustimmen. Hierzu sollen die Rüstungsindustrien der Alliierten ihre Produktion koordinieren. Für die Bundesregierung werde der Leiter der Abteilung Ausrüstung im Bundesministerium der Verteidigung, Admiral Stawitzki, teilnehmen, so die Sprecherin weiter. Datum und Ort des Treffens waren zunächst nicht in Erfahrung zu bringen.
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte am 8. September in Ramstein angekündigt, ein weiteres Treffen im sogenannten Ramstein-Format einzuberufen. Es gehe darum, sich zur Unterstützung Kiews „auf lange Sicht zu positionieren“. Hintergrund des Vorstoßes ist nach Ansicht von Militärexperten, dass der Vorrat der Alliierten an Kriegsmaterial infolge des Kriegs in der Ukraine in einigen Bereichen deutlich reduziert ist.
In einem Interview mit der RHEINPFALZ am SONNTAG nennt der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff die deutschen Lieferungen zur Verteidigung der Ukraine „entschlossen, aber maßvoll“. Er plädiert dafür – trotz der jüngsten Drohungen aus Moskau an den Westen –, der Ukraine auch Kampfpanzer zu liefern.