Ramstein US-General Jones: Sparen mindestens 15 Prozent Energie
Die US-amerikanischen Militärstandorte in der Westpfalz haben sich verpflichtet, im Laufe eines Jahres mindestens 15 Prozent ihres üblichen Energieverbrauchs einzusparen. „Wir haben uns an der Selbstverpflichtung der örtlichen Gemeinden orientiert“, sagte der Standortkommandant der Air Base in Ramstein, Brigadegeneral Otis Jones, in einem Interview mit der RHEINPFALZ am SONNTAG. Der 50-Jährige ist seit Ende Juli Standortkommandant in Ramstein und leitet das 86. US-Luftransportgeschwader. Die Einheit ist mit ihrer Flotte aus 14 C-130J, fünf C-21A und einer C-37A das logistische Rückgrat der US Air Force in Europa.
Neben Jones’ Einheit beteiligen sich auch die Third Air Force, das 21. Theater Sustainment Command und die Army Garrison Rheinland-Pfalz an den Energiesparmaßnahmen. Ein entsprechendes Memorandum unterzeichneten die jeweiligen Kommandeure am 2. Dezember. Jones: „Wir sind eine Verpflichtung eingegangen, um deutlich zu machen, dass uns bewusst ist, dass die deutsche Bevölkerung mit enorm gestiegenen Kosten und entsprechenden Sparmaßnahmen konfrontiert ist.“ Im vergangenen Monat sei die Einspar-Zielmarke gegenüber dem Vorjahr sogar übertroffen worden, und zwar um 33 Prozent. „Das wollen wir fortsetzen und unterstreichen, dass wir gute Partner sein wollen“, sagte Jones.
Der General beantwortete im Interview exklusiv Fragen zur Rolle der Air Base im Krieg in der Ukraine und zu Rassismus in den USA. Thema war zudem die Aufarbeitung der Ramsteiner Flugtagskatastrophe von 1988.