Weisenheim am Berg / Kirchheim Unfall mit drei Toten: Jaguar-Fahrer muss sich vor Gericht verantworten

Die Unfallstelle zwischen Weisenheim am Berg und Kirchheim.
Die Unfallstelle zwischen Weisenheim am Berg und Kirchheim.

Der Jaguar-Fahrer, der im September 2020 einen Unfall mit drei Toten verursacht hat wird sich vor Gericht verantworten müssen: Das Landgericht Frankenthal hat jetzt die Anklage der Staatsanwaltschaft Frankenthal zur Hauptverhandlung zugelassen. Das hat eine Sprecherin auf RHEINPFALZ-Anfrage mitgeteilt. Wann die Verhandlungen starten, ist noch offen.

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hatte im Dezember 2021 Anklage gegen den Jaguar-Fahrer aus Hessen erhoben. Er muss sich nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge, vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässiger Tötung in drei Fällen vor dem Landgericht Frankenthal verantworten. Der damals 28-Jährige ist in den Augen der Staatsanwaltschaft ein „Rennen gegen sich selbst“ gefahren.

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Der entsprechende Paragraf im Strafgesetzbuch besagt, dass es sich auch dann um ein verbotenes Rennen handelt, wenn man sich als Autofahrer ohne Konkurrenten „mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“. Der Strafrahmen liegt in solchen Fällen zwischen einem Jahr und zehn Jahren Haft.

Der Mann war viel zu schnell unterwegs

Ein Gutachten kam zu dem Schluss, dass der Mann an jenem Tag im September 2020 viel zu schnell auf der Landstraße zwischen Weisenheim am Berg und Kirchheim unterwegs war. Er prallte gegen einen Mitsubishi, in dem zwei Frauen und zwei Kinder saßen. Die 31-jährige Fahrerin und ihr einjähriger Sohn sowie die 27-jährige Beifahrerin verstarben am Unfallort. Das erst wenige Wochen alte Mädchen der 31-Jährigen erlitt bei dem Unfall Verletzungen.

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Ein Gutachter hatte anhand der Daten des Steuergeräts des Jaguars die Sekunden vor dem Zusammenstoß rekonstruiert und festgestellt, dass der Mann sicher mit 140, wahrscheinlich sogar mit 150 Stundenkilometern unterwegs war. Er hatte zwischen 122 und 127 Stundenkilometer auf dem Tacho, als er gegen den Mitsubishi prallte.

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