WM kompakt Spielführerbinde „One Love“: Fifa droht mit Sanktionen

Die Fifa empfindet keine Liebe für die „One Love“-Binde.
Die Fifa empfindet keine Liebe für die »One Love«-Binde.

Die ohnedies umstrittene Fußball-WM in Katar hat ihre ersten beiden Aufreger. Da ist zum einen das Eröffnungsspiel am Sonntagspätnachmittag, das weniger wegen der eher mäßigen Leistung der Spieler des Gastgebers beim schmeichelhaften 0:2 gegen Ecuador Furore machte als vielmehr durch leere Ränge. Schon zur Halbzeit gingen viele der rund 67.000 Besucher; bei Spielende war das Stadion noch etwa zur Hälfte gefüllt. Und über die sterile Stimmung reden wir jetzt gar nicht.

Der zweite Aufreger läuft sein heute Vormittag und ist noch nicht ausgestanden: Der Welt-Fußballverband hat Sanktionen angedroht, falls Team-Kapitäne mit der „One Love“-Spielführerbinde auflaufen. Die europäischen Verbände, die das vorhatten – darunter auch der DFB mit Kapitän Manuel Neuer –, wollen nun darauf verzichten. Vielleicht. Vorerst. Unser Kollege Michael Wilkening kommentiert den unglaublichen Vorgang.

Ach ja: Fußball wird auch noch gespielt. England trifft in einer wegen der Rahmenbedingungen auch politisch brisanten Partie auf den Iran (14 Uhr). Senegal muss es ohne Sadio Mané, Afrikas Fußballer des Jahres, mit den Niederlanden aufnehmen (17 Uhr). Und Wales darf zum ersten Mal seit 1958 wieder bei einer WM mitspielen. Auftaktgegner von Gareth Bale und Co. sind um 20 Uhr die USA.

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