Handball Rhein-Neckar Löwen verlieren Punkte aus Lemgo-Spiel und kündigen Einspruch an

Mathias Larson im Bundesligaspiel gegen den TVB Lemgo Lippe.
Mathias Larson im Bundesligaspiel gegen den TVB Lemgo Lippe.

Die Handball-Bundesliga informierte die Rhein-Neckar Löwen, dass die Bundesliga-Partie gegen den TBV Lemgo Lippe aufgrund eines formellen Verstoßes mit 0:2-Punkten gewertet wird. Der Klub reagiert.

Am Ende der Spiels vom Freitag vor einer Woche stand ein 32:30-Heimsieg sowie zwei Punkte auf der Habenseite der Löwen. Es war ein beachtlicher Sieg, weil die Löwen das Spiel am Ende drehten.

Der Ligaverband hat den Löwen nun mitgeteilt, dass die Punkte aufgrund eines formellen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung aberkannt werden. Bei dem auf dem Spielberichtsbogen aufgeführten Akteur Adam Jozsa (17) fehlte anscheinend die unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung. Diese ist aber zwingend notwendig. Der Nachwuchsmann wurde in der Partie nicht eingesetzt.

Die Rhein-Neckar Löwen haben innerhalb von drei Tagen Zeit, gegen den Bescheid Einspruch einzulegen. „Wir als Rhein-Neckar Löwen leiten innerhalb der von der HBL gesetzten Frist gegen diesen Bescheid rechtliche Schritte ein. Demnach bitten wir um Verständnis, dass wir uns zum weiteren Vorgehen sowie zum laufenden Verfahren nicht äußern“, sagte Geschäftsführer Holger Bachert.

Die Löwen verfolgen nach wie vor das ambitionierte Ziel, in der nächsten Saison in der European League vertreten zu sein. Das Vorhaben wäre kaum noch zu realisieren, wenn die Punkte aus dem Spiel gegen Lemgo weg wären. Am Sonntag gab es die erwartete Niederlage beim Meister Füchse Berlin. Der Rückstand auf den Tabellensechsten VfL Gummersbach beträgt jetzt schon sieben Punkte.

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