Corona-Lockdown Präsenzpflicht an Schulen wird in Rheinland-Pfalz ausgesetzt
Das öffentliche Leben wird auch in Rheinland-Pfalz angesichts der sich ausbreitenden Corona-Pandemie schon ab dem kommenden Mittwoch (16. Dezember) drastisch heruntergefahren. Der Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf muss schließen. Diese und weitere Maßnahmen kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Mainz am Sonntag nach einer Schalte mit den anderen Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Die Regelungen sollen bis 10. Januar gelten.
Die Präsenzpflicht wird an den Schulen in Rheinland-Pfalz von Mittwoch an ausgesetzt. Für die Schüler, die bis zum Ferienbeginn am Freitag nicht zuhause betreut werden könnten, blieben die Schulen aber offen. Nach den Ferien werde es vom 4. Januar bis 15. Januar Fernunterricht geben. Vom Fernunterricht ausgenommen seien diejenigen, die gerade schon für ihre Abiturprüfungen büffeln, die im Januar stattfinden. Das Abitur (G9-Gymnasien und IGS) findet wie geplant und in Präsenz an den Schulen statt (Beginn der schriftlichen Prüfungen am 07. Januar 2021, Ende: 27. Januar 2021).
Für Weihnachten sollen die strengen Regeln für private Kontakte - maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen - etwas gelockert werden. Vom 24. bis zum 26. Dezember sind neben dem eigenen Hausstand vier weitere Menschen aus dem engsten Familienkreis zulässig, auch aus mehr als zwei Hausständen. Die Rechtsverordnung für Rheinland-Pfalz werde am Montag auf den Weg gebracht, erklärte die Ministerpräsidentin.
Dreyer verwies zudem auf das bundesweit und damit auch in Rheinland-Pfalz geltende An- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr sowie das Verbot des Verkaufs von Feuerwerk vor Silvester. Die Krankenhäuser müssten entlastet werden, sagte Dreyer.
Eine Übersicht über die einzelnen Beschlüsse finden Sie hier: