Rheinland-Pfalz Pandemie veränderte Wasserverbrauch
Ob Hände waschen, Homeoffice oder Heimaturlaub: Das erste Corona-Jahr hat beim Trinkwasserverbrauch in Rheinland-Pfalz mancherorts Spuren hinterlassen. „Ja, wir haben einen Mehrverbrauch festgestellt, den wir auf die Pandemie zurückführen“, sagte etwa Melanie Brünner von den Stadtwerken in Frankenthal. Sie sprach von rund fünf Prozent. Auch der Zweckverband für Wasserversorgung, Pfälzische Mittelrheingruppe, sprach von etwa fünf Prozent mehr. „Einen großen Teil davon führen wir auf einen Corona-Effekt zurück“, sagte Wolfgang Engler in Schifferstadt.
„Deutschlandweit ist der durchschnittliche Wassergebrauch im Bereich Haushalte und Kleingewerbe im Jahr 2020 nach vorläufigen Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft deutlich gestiegen“, sagte Sebastian Exner vom Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz (LDEW) in Mainz. Der Dachverband habe im Vergleich zu 2019 einen Pro-Kopf-Anstieg von 125 Liter auf 129 Liter festgestellt. „Hauptgrund war die Pandemie. In Rheinland-Pfalz dürfte der Trend so ähnlich sein“, sagte Exner.
Ludwigshafen stellte zwar für 2020 ebenfalls einen minimalen Mehrverbrauch fest, führt ihn aber nicht auf die Pandemie zurück. Andere Kommunen stellten keine Steigerung fest - etwa Koblenz.