Ludwigshafen / Speyer / Mannheim „Orange Road“ der Bundeswehr: 850 Soldaten üben in Pfalz und Kurpfalz
Die Bundeswehr startet am Montag in der Vorder- und Südpfalz sowie jenseits des Rheins eine zehntägige Großübung mit 850 Soldatinnen und Soldaten. Darüber informierten das Polizeipräsidium Rheinpfalz sowie etwa die Stadt Schifferstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) am Freitagmittag. Das Manöver nennt sich gemäß der Truppenfarbe der Feldjäger „Orange Road“.
Vorder- und Südpfalz zehn Tage lang betroffen
Danach werden die Regionen Speyer Reffenthal (Altrhein), Germersheim, Bellheim (Kreis Germersheim), Ludwigshafen, Schifferstadt, Bad Dürkheim und Landau sowie auf baden-württembergischer Seite Mannheim, Heidelberg, Bruchsal, Karlsruhe, Kehl, Pforzheim, und Ketsch betroffen sein. Zusammen mit den Soldaten proben polizeiliche und nicht-polizeiliche Sicherheitsorganisationen sowie ehrenamtliche Kräfte bis zum 30. April verschiedene Szenarien der Landes- und Bündnisverteidigung, hieß es.
Auch „Kriegsgefangene“ sind Teil der Übung
Die Übung umfasse unter anderem „militärischen Verkehrsdienst, Gewässerübergänge, das Sichern und Erkunden von Räumen, Aspekte des Kriegsgefangenenwesens nach humanitärem Völkerrecht sowie Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur“. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz sei in diesem Zeitraum mit verstärktem Militärverkehr und deutlich sichtbaren Truppenbewegungen zu rechnen. Auch könnten Bundeswehrfahrzeuge im Verbund unterwegs sein.
Die Polizei warnt: „Kolonnen gelten als ,ein Fahrzeug’ und dürfen daher zusammenbleiben – an Ampeln, Kreisverkehr und Kreuzungen. Ein Unterbrechen der Kolonne durch Einscheren ist nicht erlaubt!“ Überholen sei meist nur auf mehrspurigen Straßen oder Autobahnen möglich. Von den Truppen sei Abstand zu halten.
Bürgertelefon eingerichtet
Für Rückfragen der Bevölkerung hat die Bundeswehr ein rund um die Uhr besetztes Bürgertelefon eingerichtet: Telefon 07251 938 6003. Am Freitag war über die Nummer noch niemand zu erreichen.