Karlsruhe Nach Streit über Lärm Reizgas versprüht: 22 Verletzte
[Aktualisiert 9. August] Weil auf dem Flur eines Gebäudekomplexes Reizgas versprüht wurde, haben am Sonntagabend in Karlsruhe-Durlach mehrere Personen über Reizungen der Atemwege und Augen geklagt, darunter auch Kinder. Wie die Polizei am späten Montagvormittag mitteilt, konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Der Vorfall dürfte demnach mit einem bereits seit längerem schwelenden Streit über Lärmbelästigung zu tun haben.
22 Menschen mit Reizungen
Nach Polizeiangaben hat der 43-jährige Tatverdächtige auf demselben Stockwerk des Bürokomplexes Büros, wie eine Religionsgemeinschaft, die dort Veranstaltungen abhält. Am Sonntag war es am Nachmittag zu einem Streitgespräch zwischen dem Mann und Mitgliedern der Gemeinschaft gekommen, bei dem um Lärm durch Kinder ging. Angeblich soll der 43-Jährige schließlich gegen 19.45 Uhr das Reizgas im Flur versprüht haben. Beim Eintreffen der Polizei berichteten 22 Menschen, darunter zehn Kinder und ein Jugendlicher, über Reizungen. Sie wurden teilweise vom alarmierten Rettungsdienst behandelt, eine stationäre Aufnahme war zunächst nicht erforderlich.
Laut Polizeibericht fanden die Beamten das Pfefferspray bei der anschließenden Durchsuchung in den Büroräumen des 43-Jährigen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.