Coronavirus Medizinhistoriker: Impfpflicht wird mit Obrigkeit verbunden
Der Medizinhistoriker Norbert Paul sieht bei der Debatte über eine allgemeine Impfpflicht Parallelen zur früheren Impfpflicht gegen Pocken. Als diese im 19. Jahrhundert eingeführt wurde, habe es auch eine organisierte Impfgegnerschaft gegeben, „insbesondere zusammen mit der aufkeimenden Bewegung der Lebensreformer, die zurück zur Natur wollten“, erläutert der Professor von der Unimedizin Mainz im Interview mit der RHEINPFALZ. „Das ist eine Spezialität im deutschsprachigen Raum, dass die Naturheilkunde sehr stark mit Impfskepsis verbunden ist.“ Impfungen und Impfpflicht habe man zudem schon immer mit Fremdinteresse und obrigkeitsstaatlichen Eingriffen verbunden, ergänzt Paul. Das komplette Interview lesen Sie hier.
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