Pandemie Medizinethikerin Buyx: Aufarbeitung der Corona-Krise nur teilweise gelungen

Medizinethikerin Alena Buyx war von Mai 2020 bis April 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrats.
Medizinethikerin Alena Buyx war von Mai 2020 bis April 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrats.

Alena Buyx war Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, als die Corona-Krise ihren Höhepunkt erreichte. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ beklagt die Medizinethikerin, dass die Aufarbeitung der Pandemie nur teilweise gelungen ist. „Inzwischen haben große Studien Belege für die Wirksamkeit der Maßnahmen gefunden. Und es gibt einiges an politischer Aufarbeitung, vor allem auf Länderebene. Gleichzeitig hatten wir dazu eine ziemlich aufgeregte öffentliche Debatte in den letzten zwei Jahren. Sie war zum Teil sehr verzerrt, da waren mitunter richtige Fehlinformationen unterwegs“, sagte Buyx. Das mache ihr große Sorgen: „Ich glaube, wir brauchen bundesweit nochmal etwas Größeres. Was aber außerdem essenziell wichtig ist: Wir müssen uns die emotionale, psychologische, ökonomische und soziale Belastung, die die Pandemie für uns alle bedeutet hat, genauer anschauen.“ Zugleich verteidigte Buyx die Impfungen; diese hätten uns „den Hintern gerettet“.

Im März erscheint unter dem Titel „Leben und Sterben“ ein Buch von Buyx, mit dem sie das Thema Medizinethik einer breiten Öffentlichkeit vorstellen möchte. „Ich möchte Menschen helfen, sich diese höchstpersönlichen, schwierigen Fragen in Ruhe anzuschauen. Für mich sind sie Alltag, das ist ja mein Job. Für Menschen, die damit umgehen müssen, ist das aber oft etwas völlig Einzigartiges. Auf einmal ist die Mutter schwerst krank, und man muss überlegen: Sollen wir den Eingriff machen, obwohl man uns nicht genau sagen kann, wie er ausgeht? Was ist hier eine gute, richtige Entscheidung?“, sagte Buyx.

Lesen Sie hier das ganze Interview: Alena Buyx: Die Corona-Impfung hat uns den Hintern gerettet

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