Lauterecken Lauterecker Tafel muss womöglich ebenfalls schließen
Am morgigen Dienstag ist die Lauterecker Tafel noch einmal geöffnet. Ob das Angebot allerdings auch in den kommenden Wochen aufrecht erhalten werden kann, sei noch nicht klar, sagte Vorsitzender Hans Habermann auf Nachfrage der RHEINPFALZ.
In den vergangenen Tagen haben ihn mehrere Absagen von freiwilligen Helfern erreicht, bedauert Habermann. Von insgesamt 20 Fahrern seien aktuell nur noch neun verfügbar, die bislang jüngsten Absagen seien am Sonntagabend eingetroffen. „Einige der Helfer haben Sorge, dass sie sich womöglich anstecken könnten“, berichtet Habermann und fügt hinzu, dass die meisten Ehrenamtlichen aufgrund ihres Alters schon zur sogenannten Risikogruppe gehören.
Weniger Abholer
„Ich würde gerne weitermachen“, betont Habermann. Aber „ohne Helfer geht es nicht“. Ob die Tafel daher auch am Donnerstag sowie darüber hinaus öffnen könne, sei derzeit noch nicht abzusehen.
Die Anzahl der Abholer ist laut Habermann zurückgegangen. Zuletzt seien Lebensmittel für rund 100 Personen über den Tresen gegangen. Abgeholt wurden sie von 25 Personen, das bedeutet, dass einige Abholer gleichzeitig auch andere mitversorgt haben. Damit die soziale Distanz bei der Abholung eingehalten werden kann, seien die beiden Räume voneinander getrennt worden, schildert Habermann. Vor der Theke sei zudem ein Schutz aus Plexiglas errichtet worden. Die Waren würden in einen Sack verpackt und dann durch eine Öffnung gereicht. Sobald ein Abholer bedient sei, könne der nächste eintreten, erläutert Habermann das neue Prozedere. „Mittlerweile klappt das gut und ist akzeptiert“, stellt er fest.
Weniger Lebensmittelspenden
Die Corona-Krise zeigt sich laut Habermann auch in der Menge der Lebensmittelspenden. „Es ist deutlich weniger geworden“, berichtet der Vorsitzende. Die Einrichtung verfüge zwar noch über einige Reserven, frisches Obst und Gemüse allerdings gebe es derzeit viel weniger, nennt er ein Beispiel. Habermann führt dies auf „Hamsterkäufe“ in den Supermärkten zurück.
Die Tafeln in Kusel und Schönenberg-Kübelberg hatten bereits vorige Woche geschlossen, so wie auch einige andere Tafeln in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
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