Kreis Kaiserslautern Landrat Leßmeister: Corona-Einstufung des Landkreises in Alarmstufe Rot ist „fehlerhaft“
Der Landkreis Kaiserslautern liegt in Sachen Corona-Neuinfektionen doch nicht in der höchsten Warnstufe Rot, sondern noch immer wie am Freitag in der Warnstufe Orange. Darauf weisen Landrat Ralf Leßmeister, der Kreisvorstand und der Krisenstab des Gesundheitsamtes Kaiserslautern hin. Die am Samstag angezeigte Corona-Einstufung des Landkreis Kaiserslautern in „Alarmstufe Rot“ entspreche nicht dem tatsächlichen Anstieg der aktuellen Fallzahlen und sei „fehlerhaft“. „Die Fallzahlen liegen deutlich unter dem Grenzwert 50.“
Fehler im „System“ des Gesundheitsministeriums
Laut Leßmeister hat „ein Automatismus in der Datenerfassung“ dazu geführt, dass der Landkreis Kaiserslautern auf Warnstufe Rot gesetzt wurde, obwohl der Leiter der regionalen Task Force, Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, noch am Samstagnachmittag bestätigt habe: „Im Landkreis Kaiserslautern ist das Hochschnellen des dortigen Wertes auf eine nicht unerhebliche Nachmeldung von vergangenen und aktuellen Corona-Infektionen aus der US-Militärgemeinde zurückzuführen. Der statistische Wert bildet somit das aktuelle Infektionsgeschehen nicht ab. Von den nachgemeldeten Fällen, die einen zurückliegenden Zeitraum von mehr als 14 Tagen abdecken, stammt nur ein Bruchteil aus den vergangenen sieben Tagen. Rechnet man die Fälle den konkreten Feststellungstagen zu, liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Kaiserslautern bei weit unter 50.“ Dennoch habe das System aus den hinterlegten Daten die Warnung „Rot“ generiert, so Landrat Leßmeister, der das Mainzer Gesundheitsministerium „eindringlich“ darum gebeten hat, „die fehlerhaften Zahlen zu korrigieren“.