Internationaler Bericht Landminen töteten 7000 Menschen im Jahr 2020

Landminen haben seit 2014 auch im UKrainekonflikt eine verheerende Rolle gespielt.
Landminen haben seit 2014 auch im UKrainekonflikt eine verheerende Rolle gespielt.

Tausende Menschen sind laut einem Bericht im vergangenen Jahr von Landminen und Blindgängern getötet oder verletzt worden. Mindestens 7073 Menschen seien durch explodierende Sprengkörper umgekommen oder verwundet worden, erklärte die Hilfsorganisation Handicap International am Mittwoch in München. Das seien 1220 mehr Fälle als im Jahr 2019. In mehreren Ländern verwenden bewaffnete Gruppen und Militärs demnach nach wie vor die international geächteten Antipersonenminen.

Die meisten Fälle gab es im Jahr 2020 laut dem Landminen Monitor in Syrien. Dort seien 2729 Menschen von Landminen und Blindgängern getötet oder verletzt worden. Viele Tote und Verletzte gab es auch in Afghanistan (1474), Mali (368) und dem Jemen (350). Insgesamt seien knapp 1900 Kinder und Jugendliche unter den Opfern. Weil viele Fälle nicht erfasst werden, gebe es eine hohe Dunkelziffer, warnten die Expertinnen und Experten.

Bericht: Eine Ratte half beim Aufspüren von Minen

Mehr zum Thema
x