Rheinland-Pfalz Landeswahlleiter sieht klaren Einfluss der Corona-Situation
Sowohl die niedrige Beteiligung als auch der hohe Anteil an Briefwahlstimmen bei der Landtagswahl am Sonntag sind nach Einschätzung des Landeswahlleiters deutliche Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Zahl der Nichtwähler stieg um etwa 203.500 Menschen. „Die Corona-Pandemie dürfte dazu einen entscheidenden Beitrag geleistet haben“, schrieb Landeswahlleiter Marcel Hütter am Montag in einer Analyse. Die Wahlbeteiligung von 64,4 Prozent blieb um sechs Prozentpunkte hinter der Landtagswahl 2016 zurück. Nur bei den Wahlen von 2001 bis 2011 war die Beteiligung noch geringer.
Fast zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler - 65,9 Prozent - machten diesmal von der Briefwahl Gebrauch. Das waren rund doppelt so viele wie bei der Landtagswahl 2016 (30,6 Prozent).
Erstmals besteht der Landtag Rheinland-Pfalz aus sechs Fraktionen - neu hinzugekommen sind die Freien Wähler. Mit einem Plus von 116 Prozent erzielen sie den höchsten prozentualen Stimmenzuwachs, erklärten die amtlichen Wahlstatistiker.