Umweltminister Keine Einigung über Abschuss von „Problemwölfen“

Die Anzahl der Wölfe wächst , nachdem sie in Deutschland als ausgestorben galten.
Die Anzahl der Wölfe wächst , nachdem sie in Deutschland als ausgestorben galten.

Der Umgang mit dem Wolf bleibt in Deutschland umstritten. Die Länderumweltminister konnten sich bei ihrer Online-Konferenz am Donnerstag und Freitag nicht auf einen bundesweiten Praxisleitfaden für die Behörden zum Abschuss von Problemwölfen einigen.

Das Bundesnaturschutzgesetz ermöglicht seit einer Änderung im Februar die Tötung von Wölfen, die Nutztiere reißen. Umstritten ist jedoch, wann genau ein Wolf als „Problemwolf“ betrachtet werden darf. Bisher lande jeder Fall vor Gericht oder der Staatsanwalt ermittele, sagte der Vorsitzende der Umweltministerkonferenz, Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD), zum Abschluss der Konferenz am Freitag. Die Entscheidungen der Behörden müssten rechtssicher werden, deshalb sei der Praxisleitfaden wichtig.

Naturschützer wollen die Hürden für Wolfsabschüsse möglichst hoch legen. Weidetierhalter wollen hingegen nach Wolfsangriffen unkompliziert eingreifen können.

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