Regeländerungen Hamburger Datenschützer kontra Whatsapp

Whatsapp gehört zu den am meisten benutzten Messengerdiensten.
Whatsapp gehört zu den am meisten benutzten Messengerdiensten.

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar will per Anordnung sicherstellen, dass auch nach der anstehenden Änderung der WhatsApp-Regeln keine Daten des Chat-Dienstes von der Konzernmutter Facebook genutzt werden.

Caspar warnt unter anderem, dass mit den ab Samstag greifenden neuen Nutzungsbedingungen ein Einsatz von Daten zur Verbindung mit Produkten von Facebook-Unternehmen möglich gemacht werde. Er kann zwar nur für einen Zeitraum von drei Monaten eine Anordnung erlassen, weil in Europa für Facebook generell die irische Datenschutz-Behörde zuständig ist. Caspar will aber in dieser Zeit den Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA) einschalten, um eine Entscheidung auf europäischer Ebene herbeizuführen, wie er am Dienstag ankündigte.

WhatsApp entgegnete in einer ersten Reaktion, die Anordnung des Datenschützers basiere „auf einem grundlegenden Missverständnis von Ziel und Folgen des Updates“. Der Dienst bekräftigte, es gehe darum, bessere Möglichkeiten für die Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen und die Nutzung von Daten transparenter zu gestalten. Zuvor hatte WhatsApp stets betont, dass mit den neuen Regeln keine erweiterte Datenweitergabe an Facebook vorgesehen sei. „Da die Behauptungen der Hamburger Datenschutzbehörde falsch sind, wird die Anordnung die Einführung des Updates nicht beeinflussen“, sagte ein Sprecher.

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