Speyer Haltepunkt Nord-West: Mann von Zug erfasst, Polizei geht von Unglücksfall aus
Polizei, Notarzt, Sanitäter und Feuerwehr sind am Donnerstag gegen 9.45 Uhr an den Haltepunkt Nord-West in Speyer gerufen worden, weil eine „schwer verletzte Person auf den Gleisen“ gemeldet worden war. Ein 45 Jahre alter Mann war von einem Zug erfasst worden und erlag trotz Reanimationsversuchen durch Rettungskräfte vor Ort seinen Verletzungen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. „Wir gehen eher von einem Unglücksfall aus. Es gibt keine Ansatzpunkte für einen Suizid“, sagte eine Polizeisprecherin nach dem Einsatz vor Ort auf RHEINPFALZ-Anfrage. Die Kriminalpolizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, was in solchen Fällen üblich sei. Dabei werde auch geprüft, ob das Unglück auf ein Verschulden Dritter zurückzuführen ist. Mit Erkenntnissen wird laut der Polizeisprecherin frühestens Ende nächster Woche gerechnet.
Für die Ermittlungen und Befragungen von Zeugen vor Ort wurde der Bahnverkehr für mehrere Stunden eingestellt. Laut einer Bahnsprecherin endeten die Züge zwischenzeitlich am Speyerer Hauptbahnhof und in Schifferstadt. Zugreisende mussten in Ersatzbusse umsteigen. Nach Ende des Polizeieinsatzes am Nachmittag lief der Zugverkehr wieder an. Es kam laut einer Bahnsprecherin noch zu Verspätungen von etwa 20 Minuten.