Mannheim Großer Zulauf bei "Stiller Demo" gegen Rassismus
Tausende Menschen haben am Samstagnachmittag in Mannheim auf dem Schlosshof an einer Demonstration gegen Rassismus teilgenommen. Anlass war unter anderem der Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis am 25. Mai. Der Vorfall hat zusammen mit ähnlichen Vorkommnissen weltweit Demonstrationen, in den USA auch Ausschreitungen ausgelöst.
In Mannheim verlief die Demonstration, die um 14 Uhr begonnen hatte und bis 18 Uhr angemeldet war, laut einem Polizeisprecher "absolut friedlich". Zur Teilnehmerzahl konnte die Polizei um 15 Uhr noch nichts sagen, es seien aber sicher "mehrere Tausend" Menschen anwesend. Die Abstandsregeln und das Tragen von Mund-Nasen-Masken würden so weit wie möglich eingehalten, so die Polizei.
Teilnehmer knien Minuten lang auf dem Boden
Auch nach dem auf Instagram verkündeten Beginn strömten noch weitere Demonstrierende auf den Schlosshof. Von Rassismus in Deutschland Betroffene erzählten bei der Demonstration von ihren Erfahrungen. Zur Demo gehörte auch eine Aktion, bei der dazu aufgefordert wurde, sich achteinhalb Minuten lang auf den Boden zu legen oder zu knien. So lange hatte der weiße Polizeibeamte bei dem Einsatz gegen George Floyd auf dessen Hals gekniet, bevor dieser starb. Nahezu alle Teilnehmenden folgten diesem Aufruf.
Zu der Demonstration, die parallel zu weiteren Demos zu in ganz Deutschland stattfand, war unter dem Motto "Nein zu Rassismus - Silent Demo - #BlackLivesMatter" ("schwarze Leben zählen") aufgerufen worden.