Internet Google muss 200 Millionen Euro Strafe zahlen
Google muss eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 220 Millionen Euro in Frankreich zahlen. Die französische Kartellbehörde erklärte am Montag, der US-Suchmaschinenbetreiber habe seinen eigenen Werbedienstleister Google Ad Manager bevorzugt behandelt. Dadurch seien Konkurrenten benachteiligt worden.
Das Kartellamt war von mehreren Verlagsgruppen angerufen worden, darunter die News Corp des internationalen Medienunternehmers Rupert Murdoch und der französische „Figaro“-Verlag. Sie warfen Google einen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung auf dem Markt für Online-Anzeigen vor. Nach Angaben der Wettbewerbshüter bestreitet Google die Vorwürfe nicht. Der Konzern sagte demnach technische Anpassungen zu.
Vergangene Woche hatte das Bundeskartellamt mitgeteilt, dass es ebenfalls ein neues Verfahren gegen Google und seine Muttergesellschaft Alphabet eingeleitet habe. Es gehe um die kartellrechtliche Prüfung des im Oktober 2020 gestarteten Angebots journalistischer Inhalte, des sogenannten Google News Show Case. Die Kartellwächter untersuchen, ob es nicht zu einer Diskriminierung zwischen einzelnen Verlagen kommt.