Panorama Glyphosat-Verzicht bereitet Bahn Probleme

Teilweise behindere Unkraut beim Einsteigen oder versperre die Sicht.
Teilweise behindere Unkraut beim Einsteigen oder versperre die Sicht.

Auf den Strecken der Deutschen Bahn gibt es nach einem „Spiegel“-Bericht zunehmend Probleme mit Gestrüpp und Unkraut. Einer der Gründe dürfte die Entscheidung des Konzerns sein, bei der Unkrautvernichtung auf den Gleisen künftig auf das umstrittene Mittel Glyphosat zu verzichten. Lokführer berichten bereits von schlechter Sicht auf Signale und Fahrgäste haben Probleme beim Einsteigen, wie das Magazin am Freitag laut Vorabmeldung berichtete.

Die Bahn hatte im März mitgeteilt, noch in diesem Jahr vollständig auf Glyphosat zu verzichten und als Alternative gegen den Bewuchs im Gleis auf ein „nachhaltiges Vegetationsmanagement“ zu setzen. Dazu zählten die digitale Vegetationskontrolle, der Einsatz mechanisch-manueller Verfahren sowie die Nutzung umweltschonender Pelargonsäure, hieß es damals.

Alternative Unkrautbekämpfung kostet mehr

Der „Spiegel“ berichtete unter Berufung auf ein internes Papier, dass der Konzern ab 2024 jährlich etwa 53 Millionen Euro für die alternative Unkrautbekämpfung ausgeben will - 16 Millionen mehr als 2023. Zu den Alternativen gehören demnach auch das sogenannte Electro Weeding, bei dem das Unkraut mit Strom vernichtet wird, und halb automatische Mähraupen.

Der Verkehrspolitiker Matthias Gastel (Grüne) hält den eingeschlagenen Weg trotz der Mehrkosten für richtig, wie der „Spiegel“ weiter berichtete. Die Bahn sei „aber erkennbar noch nicht am Ziel“, sagte Gastel.

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