Tarrifkonflikt GDL setzt der Deutschen Bahn Frist bis 7. Juni
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn (DB) ein Angebot der DB abgelehnt. „Nachbessern – das ist die Kernbotschaft der GDL“, die sie der DB übermittelt habe, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit.
Die GDL gab der DB Zeit bis zum 7. Juni, um ein „verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen“. An diesem Tag sollen demnach der Hauptvorstand und die Bundestarifkommission tagen, um das weitere Vorgehen der GDL zu beraten. Sollte die DB kein verbessertes Angebot vorlegen, drohten die Verhandlungen zu scheitern und die Gremien der Gewerkschaften würden „Arbeitskampfmaßnahmen“ beschließen, teilte die GDL weiter mit.
Eine Sprecherin der DB hatte am späten Montagabend erklärt, dass die GDL ein Angebot unterbreitet habe, „das unverändert den wirtschaftlichen Rahmen sprengt, die Corona-Schäden ignoriert und weiterhin durch organisationspolitische Eigeninteressen zur massiven Ausweitung der GDL geprägt ist“. Der von der GDL vorgeschlagene nächste Verhandlungstermin in 14 Tagen sei angesichts der aktuellen Situation „völlig unverständlich“. Beide Tarifpartner seien „ohne weiteres Zögern“ gefordert, „unmittelbar am Tariftisch über Lösungen zu verhandeln“.
