Landtagswahlen 2021 Experte: Corona könnte zu Mobilisierung bei Wahl führen

Landespolitik könne wieder interessanter für die Menschen sein, meint der Experte.
Landespolitik könne wieder interessanter für die Menschen sein, meint der Experte.

Die Corona-Pandemie könnte nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Kai Arzheimer bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz zu einer hohen Wahlbeteiligung führen. „Ich denke, es gibt eine Mobilisierung. Vielleicht zieht es auch ein paar frühere Nichtwähler an die Urne“, sagte der Professor der Universität Mainz der Deutschen Presse-Agentur. Der Grund dafür: In der Corona-Krise sei die Landespolitik „vielleicht ein bisschen interessanter als bei anderen Wahlen“. Denn bei der Wahl des neuen Landtags am 14. März sei es fast genau ein Jahr her, dass die Pandemie begonnen habe - mit viel Diskussionen rund um Lockdowns und Lockerungen.

Wahlbeteilung „eher wieder bei 70 Prozent“

Bei der vergangenen Landtagswahl in 2016 hatte die Wahlbeteiligung bei 70,4 Prozent gelegen. „Das war schon ziemlich hoch und hing zusammen mit einer Mobilisierung bezüglich der Zuwanderung, wo es auch in Rheinland-Pfalz eine Polarisierung gab“, sagte Arzheimer. Für die bevorstehende Wahl rechnete er ebenfalls mit „wahrscheinlich eher wieder 70 Prozent“. Bei den vorherigen drei Wahlen lag die Beteiligung zwischen 58,2 und 62,1 Prozent.

Auch eine reine Briefwahl, die wegen den Einschränkungen in der Pandemie erwogen wird, würde kurzfristig entschlossene Wähler nicht ausbremsen. „Wenn wir mal davon ausgehen, dass man sich im Februar entscheidet, eine reine Briefwahl zu machen, dann würden alle die Unterlagen zugeschickt bekommen. Und dann könnte man auch in der letzte Woche vor der Landtagswahl noch sein Kreuz machen und kurzfristig entscheiden“, sagte der Wissenschaftler.

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