Deutsche Bahn EVG-Vorstand empfiehlt Ja zum Schlichterspruch
Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat sich der Bundesvorstand der Gewerkschaft EVG für eine Annahme des Schlichterspruchs ausgesprochen. „Diese Empfehlung für den Schlichterspruch hat Licht und Schatten, und dieser Kompromiss fiel uns schwer. Doch am Ende gab es ein klares Votum für die Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission“, sagte der EVG-Vorsitzende Martin Burkert am Freitagabend.
Ob es zu einem Tarifabschluss mit der Deutschen Bahn kommt oder zu unbefristeten Streiks, liegt nun ganz bei den Mitgliedern der EVG. Rund 110.000 von ihnen sind in den kommenden Wochen dazu aufgerufen, per Urabstimmung über Annahme oder Ablehnung des Kompromissvorschlags der Schlichter zu entscheiden. Das Schlichterteam hat am Mittwoch eine Entgelterhöhung von 410 Euro pro Monat in zwei Stufen vorgeschlagen bei einer Laufzeit von 25 Monaten. Zudem sollen alle Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 2850 Euro im Oktober ausgezahlt bekommen. Für einzelne Berufsgruppen gäbe es nach Ablauf der Laufzeit zudem strukturelle Erhöhungen in den Tariftabellen.