Handball Eulen Ludwigshafen kassieren deutliche Niederlage zum Bundesliga-Start

Mit Einsatz gegen eine starke Abwehr: Azat Valiullin versucht es gegen die Leipziger Maciej Gebala (links) und Martin Larsen.
Mit Einsatz gegen eine starke Abwehr: Azat Valiullin versucht es gegen die Leipziger Maciej Gebala (links) und Martin Larsen.

Die Eulen Ludwigshafen haben zum Start der Handball-Bundesligasaison beim SC DHfK Leipzig eine 19:27 (7:12)-Niederlage kassiert. Es war das erste Liga-Heimspiel für die Leipziger seit dem 8. März. Der Gegner damals: die Eulen. Endstand: 32:27 für die Leipziger. Das wollte die Mannschaft von Trainer Ben Matschke diesmal vermeiden. „Umso mehr technische Fehler wir machen, desto geringer wird unsere Chance“, meinte der 38-Jährige vor dem Spiel. Und wusste auch: „Es ist auch für Leipzig das erste Saisonspiel nach einer langen Pause. Da wird Nervosität dabei sein.“

Dass es anfangs noch „etwas ruckeln“ könnte, befürchtete auch der Leipziger Geschäftsführer Karsten Günther unmittelbar vor dem Anpfiff. Sein Appell deswegen an die 1917 Fans, die nach einem Hygienekonzept in der Arena dabei waren, umso lauter zu sein. Und laut, das waren die Anhänger der Grün-Weißen. Gänsehautatmosphäre nicht nur vor dem Anpfiff der Schiedsrichter Marcus Hrust (Berlin) und Mirko Krag (Frankfurt).

Eulen-Führung hält nicht lange

Die Eulen bissen sich nach einem 0:2-Rückstand in die Partie. Christian Klimek gelang der 2:2-Ausgleich (7.). Es war harte Arbeit in Sachsen gegen stark verteidigende Gastgeber. Doch die Gäste ließen zunächst nicht locker, gingen in der 18. Minute durch Pascal Durak sogar in Führung. Im Tor zu diesem Zeitpunkt Gorazd Škof überragend, parierte von den ersten fünf Versuchen der Gastgeber drei. Großartig wie er in der 17. Minute zunächst gegen den starken Marko Mamic und direkt im Anschluss gegen Philipp Weber zur Stelle war.

Doch bis zur Pause verspielten die Gäste eine gute Ausgangslage: In doppelter Überzahl gingen die Leipziger nicht nur 9:7 (23.), sondern bis zur Pause gar 12:7 in Führung. Acht Minuten lang gelang den Gästen kein Treffer mehr, fanden sie kein Mittel gegen die starke Abwehr um den starken Torhüter Kristian Sæverås.

Der Nothelfer trifft

Bitter: Pascal Durak scheiterte in der ersten Hälfte mit zwei Siebenmetern nicht nur an Pfosten und Latte, sondern vergab auch nach der Pause bei Tempogegenstößen gegen Sæverås (32., 52.), verwarf zudem zuvor auf Rechtsaußen (31.). Die Eulen schafften es im zweiten Durchgang nicht mehr ranzukommen. Klimek kassierte zudem in der 42. Minute die Rote Karte. Philipp Grimm gelang bei seiner Rückkehr als Nothelfer auf die Bundesliga-Bühne immerhin ein herrlicher Treffer zum 15:19 (43.).

Doch die Eulen leisteten sich zu viele Fehler, hatten im Angriff zu wenig Durchschlagskraft. Die Leipziger nutzten ihre Möglichkeiten konsequent, spielten variabel, Martin Tomovski gelang im Eulen-Tor zudem keine Parade, auch Routinier Škof hatte regelmäßig das Nachsehen. Leipzigs Nationalspieler Philipp Weber traf, wie er wollte. Die Mannschaft von André Haber spielte die Partie souverän runter, zog über 23:17 (53.) auf 27:19 davon. „Wir waren zu einfallslos im Angriff, haben zu viele technische Fehler gemacht“, haderte Max Neuhaus. Beeindruckt war er von der Kulisse: „Das hat Spaß gemacht.“ Auch von Geschäftsführerin Lisa Heßler gab es ein Lob an den Gastgeber: „Beeindruckend, wie sie es geschafft haben unter den Hygienevorschriften fast 2000 Menschen in die Halle zu bekommen.“

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