Auszeit beendet Erzbistum Köln: Woelki kehrt wohl zurück

Umstitten: Kardinal Rainer Maria Woelki
Umstitten: Kardinal Rainer Maria Woelki

Kardinal Rainer Maria Woelki wird einer internen Mitteilung zufolge am Mittwoch wieder in sein Amt als Erzbischof von Köln zurückkehren. Er werde dann nach dem Ende seiner fünfmonatigen Auszeit wieder die Leitung übernehmen, kündigte Generalvikar Markus Hofmann am Dienstag in einem Schreiben an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des größten deutschen Bistums an.

„Mir ist bewusst, dass viele von Ihnen die aktuelle Situation mit großer Sorge betrachten und eine konkrete Perspektive vermissen, wie es gut weitergehen kann“, heißt es in der Information. Hofmann, der als treuer Gefolgsmann Woelkis gilt, schreibt weiter, er sei aber zuversichtlich, dass „neues Vertrauen wachsen“ könne.

Die interne Mitteilung deutet stark darauf hin, dass Woelki tatsächlich trotz aller Proteste und Widerstände zurück ins Amt strebt. Dennoch gibt es weiterhin auch Zweifel daran, dass dem wirklich so ist. Mit Spannung wird deshalb eine für Mittwoch von Woelki angekündigte Pressemitteilung erwartet.

Der Vorsitzende des Diözesanrats – der Vertretung der Laien –, Tim Kurzbach, kritisierte am Dienstag, wenn Woelki einfach so wiederkommen sollte, werde dies „eine Kernschmelze unseres Erzbistums“ nach sich ziehen. Papst Franziskus hatte Woelki im September in eine fünfmonatige Auszeit geschickt, nachdem er ihm „große Fehler“ vorgeworfen hatte. Woelki hatte 2020 eine Vertrauenskrise ausgelöst, als er sich entschied, ein Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs nicht zu veröffentlichen. Er führte rechtliche Gründe dafür an.

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