Wörth Erst Wasserschaden, dann Verpuffung: Hundert Menschen müssen Hochhaus verlassen
Evakuiert werden musste in der Nacht zum Samstag ein 14-stöckiges Wohngebäude an der Dorschbergstraße in Wörth. Die Freiwillige Feuerwehren aus Wörth und Maximiliansau wurden um 22.33 Uhr mit dem Einsatz-Stichwort „Küchenbrand“ in die Dorschbergstraße alarmiert, teilte der Sprecher der Feuerwehr, Steffen Reidt, mit. Im zehnten Stock gab es eine starke Rauchentwicklung. Eine Gruppe von sechs bis acht Menschen wurde aus dem Bereich gebracht und laut Polizei mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst übergeben. Die Lage war jedoch erst unklar, da kein Küchenbrand festgestellt wurde. Ursächlich war nach aktuellem Kenntnisstand wohl ein Defekt an einer Wasserleitung weiter oben im Gebäude. Das Wasser floss die Hauptleitung entlang nach unten und löste „eine Art Verpuffung“ aus.
Aufgrund des Wasserschadens und der Tatsache, dass im kompletten Hochhaus der Strom abgestellt werden musste, wurde entschieden, das Haus komplett zu evakuieren. Die Bewohner kamen vorübergehend im nahe gelegenen Feuerwehrhaus in der Ahornstraße oder bei Freunden und Verwandten unter. In der Fahrzeughalle wurde vom DRK und den Maltesern aus dem Kreis Germersheim eine Notversorgung eingerichtet. Etwa 100 Menschen wurden so kurzfristig durch die Schnelleinsatzgruppen untergebracht, betreut, und verpflegt.
Da das Haus erst nicht bewohnbar war, begann das DRK Südliche Weinstraße noch in der Nacht damit, die ehemalige Bienwaldschule in der Richard-Wagner-Straße zu einer Notunterkunft herzurichten. Dort kamen ab 6.30 Uhr Bewohner aus der Dorschbergstraße 4 unter. Mittlerweile konnten die meisten Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.