Mannheim Ein riesiges Wagnis: Wie es ein Theater schafft, Vorstellungen in der Erkältungswelle zu retten

Die „Dreigroschenoper“ (hier Maria Munkert als Spelunkenjenny) ist am Mannheimer Nationaltheater schnell ausverkauft. Dass die V
Die »Dreigroschenoper« (hier Maria Munkert als Spelunkenjenny) ist am Mannheimer Nationaltheater schnell ausverkauft. Dass die Vorstellungen trotz Krankheitsfällen stattfinden können, ist oberstes Gebot im Künstlerischen Büro. Sie suchen dann fieberhaft nach Ersatz.

Nicht nur das Publikum hustet, auch Schauspieler werden von der winterlichen Erkältungswelle getroffen: Erst muss eine Rolle umbesetzt werden, dann eine zweite und morgens am Tag der ausverkauften Vorstellung „Die Dreigroschenoper“ am Mannheimer Nationaltheater fällt auch noch die Hauptdarstellerin aus. Der Ersatz-Schauspieler Leo Goldberg erfährt davon im Zug aus Berlin nach Mannheim: Er kennt die Mannheimer Inszenierung und diese Textversion nicht, er hat die Tanzchoreografie nicht einstudiert und die Moritat „Und der Haifisch, der hat Zähne“ noch nie gesungen. Trotzdem geht er an diesem Abend Ende Oktober auf die Bühne und wird vom Publikum gefeiert – dabei war er ferngesteuert. Wie solche Umbesetzungen gelingen können und was dafür unsichtbar hinter den Kulissen von einem ganzen Team gewuppt werden muss, lesen Sie in unserem Hintergrund hier. Die Silvestervorstellung der hochgelobten temporeichen Inszenierung ist ausverkauft, aber es gibt ab Februar noch weitere Termine in dieser Saison im Alten Kino Franklin.

Termine

„Die Dreigroschenoper“, Inszenierung von Christian Weise am Mannheimer Nationaltheater. 1. Februar, (Restkarten), 22. März, 30. April, 17. Mai, 8. Juni, 10. Juli, jeweils 19 Uhr. Altes Kino Franklin. Karten unter Telefon 0621 1680150 oder https://theater.mannheim.de

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