Speyer / Dudenhofen Dubiose Anrufe: Betroffene reagieren richtig
Betrügerische Telefonanrufe beschäftigen in der Vorderpfalz seit Wochen die Polizei. Wie sie am Mittwoch mitteilte, kam es am Montag und Dienstag in Speyer und Dudenhofen zu drei weiteren mutmaßlichen Betrugsversuchen mit unterschiedlichen Maschen. Die Bürger hätten dabei jeweils gut reagiert, sodass es zu keinen Vermögensschäden gekommen sei. So habe sich am Montag, 12.15 Uhr, ein unbekannter Anrufer gegenüber einer 92-jährigen Dudenhofenerin als ihr Enkel ausgegeben. Er benötige aufgrund eines Unfalls dringend 25.000 Euro. Als sie dann auch noch nach Sparbüchern gefragt wurde, habe die Seniorin das Gepräch beendet.
Zweifel hatte auch ein 66-jähriger Speyerer, bei dem sich am Montag, 16 Uhr, ein männlicher Anrufer mit „Polizei“ meldete. Er habe aufgelegt, bevor es zu finanziellen Forderungen gekommen sei. Am Dienstag gegen 17 Uhr war schließlich ein 71-jähriger Speyerer betroffen. Ihm habe eine „Gewinnspielzentrale Berlin“ einen Gewinn von 49.000 Euro in Aussicht gestellt. Dieser solle durch Sicherheitsbeamte und ein Notar übergeben werden. Allerdings müsse vorher eine Bearbeitungsgebühr von 1000 Euro überwiesen werden. „Der Angerufene teilte daraufhin mit, an keinem Gewinnspiel teilgenommen zu haben und beendete das Gespräch“, so die Polizei. Sie lobt dieses Verhalten und rät, misstrauisch zu sein, wenn sich Anrufer nicht mit Namen melden. „Die Polizei wird sie weder am Telefon noch der Haustür auffordern, Wertgegenstände oder Bargeld an sie zu übergeben“, betont sie und rät, sich in verdächtigen Fällen unter Telefon 110 oder unter 06232 1370 bei den Ermittlern zu melden.