Rheinland-Pfalz Dreyer macht sich für digitale Schulen und KI stark
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Förderung digitaler Schulen und Künstlicher Intelligenz als Schwerpunkte ihrer Landespolitik hervorgehoben. „Corona hat unseren Weg der digitalen Bildung enorm beschleunigt“, sagte die Sozialdemokratin am Freitag im Landtag in Mainz. Noch habe nicht jede Schule schnelles WLAN oder sei ausreichend mit Laptops und Beamern ausgestattet. „Aber die Entwicklung geht jetzt schnell und konsequent voran“, kündigte Dreyer zu Beginn der direkten Befragung der Abgeordneten an. Die Lehrkräfte hätten das Thema außerordentlich genutzt und sich in den Sommerferien fortgebildet.
„Wir setzen 300 Millionen Euro von Bund und Land für den digitalen Aufbruch ein“, sagte Dreyer. „Jedes Kind muss die digitalen Möglichkeiten nutzen können.“ Daher sollten auch Kinder aus Familien mit geringem Einkommen mit Unterstützung des Landes bald einen Laptop oder ein Tablet im Schulrucksack haben.
Im Februar 2021 werde der digitale Schulcampus Rheinland-Pfalz für alle Schulen seine Tore öffnen. „Da finden Kinder und Lehrkräfte auf einer Oberfläche geeignete Materialien und Medien, um im eigenen Tempo zu lernen oder den Unterricht mit digitalen Mitteln zu gestalten“, sagte Dreyer.
Bis 2023 würden die Investitionen für Künstliche Intelligenz (KI) auf 36 Millionen Euro verdoppelt und zehn neue Professuren mit diesem Schwerpunkt geschaffen. „Unser Land ist gut aufgestellt, was KI betrifft, sozusagen das Mutterland von KI.“
Der neue Transformationsrat, den Dreyer bei der ersten direkten Befragung Ende 2019 angekündigt hatte, werde im September Maßnahmen vorlegen. Dabei gehe es darum, wie Arbeitnehmer in Zeiten des technischen und digitalen Wandels unterstützt werden könnten.