Aus der Pfalz Donnerstag und Freitag: Verdi ruft erneut zum Streik im Busgewerbe auf

In der Pfalz streiken Busfahrer heute und morgen.
In der Pfalz streiken Busfahrer heute und morgen.

Im privaten Busgewerbe in Rheinland-Pfalz wird es erneut zu Arbeitsniederlegungen kommen: Für Donnerstag ab 3 Uhr bis Freitag nach Dienstschluss hat die Gewerkschaft Verdi die Tarifbeschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. Nach Montag fallen dann zum zweiten Mal in dieser Woche ganztägig Busse aus, auch im Schülerverkehr. In der Pfalz werden sich laut Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider Mitarbeitende bei der DB Regio Bus Mitte GmbH, der Palatina Bus GmbH, sowie der Stadtbus Zweibrücken GmbH beteiligen. Als Grund nannte Bärschneider am Mittwoch das unzureichende Angebot der Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen für die rund 4000 Beschäftigten der Branche. Verdi fordert zwischen zehn und 13 Prozent mehr Lohn sowie eine Einmalzahlung von 3000 Euro. Die Arbeitgeber boten 2,45 Prozent mehr für 2024 und 1,9 Prozent für 2025. Am 29, Januar wird weiterverhandelt. Falls es dann nicht zu einer Einigung kommen sollte, hat Verdi bereits eine Urabstimmung für längere Streiks angekündigt. Für den Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände im Nahverkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz, Heiko Nagel, ist der erneute Streik „völlig unverständlich“, wie er sagte.

Von den Streiks betroffen sein werden die Westpfalz sowie die Vorder- und Südpfalz. Die Stadt Speyer weist ebenso auf die Arbeitsniederlegungen hin wie der Kreis Germersheim oder der Landkreis Kaiserslautern.

Schwerpunkte des Streiks sind nach Einschätzung des Landkreises Kaiserslautern voraussichtlich die Verbindungen nach Landstuhl aus überwiegend südlicher Richtung. Zudem seien die größeren Schulstandorte Otterberg und Enkenbach sowie etliche Grundschul-Standorte im DB Bedienungsgebiet betroffen sowie die Linien der DB nach Kaiserslautern.

Im Kreis Germersheim seien die Buslinien 546, 547, 548, 549, 593, 594, 598 betroffen und damit demnach das Schulzentrum Wörth, das Schulzentrum Kandel, die Grundschulen in Kandel und Minfeld sowie die IGS Rheinzabern betroffen. Generell gelte, sich vor einem möglichen Fahrtantritt über die Fahrplan-Auskunftssysteme zu informieren.

x