Krieg in der Ukraine Demonstranten fordern Ende der BASF-Russlandgeschäfte
Demonstranten haben ein Ende der Russland-Geschäfte des Chemiekonzerns BASF gefordert. Eine Gruppe von rund 20 Ukrainerinnen und Ukrainern und Freunden aus der Region riefen am Dienstag bei einer Kundgebung vor dem BASF-Besucherzentrum in Ludwigshafen den Konzern dazu auf, sich wie andere große Unternehmen aus Russland zurückzuziehen.
Es sei ein Skandal, dass die BASF angesichts zahlreicher getöteter ukrainischer Zivilisten und zerstörter Städte und Dörfer trotzdem weiter „Blutgeschäfte“ mit Russland mache, sagte Peter Runck, der Geschäftsführer des Internationalen Bauordens aus Ludwigshafen. Damit finanziere der Großkonzern Putins Kriegskasse mit. „Mit Kriegsverbrechern macht man keine Geschäfte“, sagte er. Nur eine umfassende Sanktionierung des Energiesektors würde Russland wirklich treffen. Täglich überweise Deutschland 200 Millionen Euro an Russland für Gas, Öl und Kohle. Der Internationale Bauorden ist eine in vielen europäischen Ländern verbreitete gemeinnützige Organisation, die europaweit Baucamps für junge Erwachsene organisiert und damit soziale und gemeinnützige Einrichtungen bei Bau- und Renovierungsarbeiten unterstützt.
In einer Stellungnahme verteidigt die BASF ihre Entscheidung, weiter geschäftlich in Russland vertreten zu sein. Seit dem 3. März würden zwar keine neuen Geschäfte mehr in Russland und Belarus getätigt. Eine Ausnahme bildeten Produkte zur Unterstützung der Nahrungsmittelproduktion, da der Krieg das Risiko berge, eine weltweite Nahrungsmittelkrise auszulösen. Zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine hat der Großkonzern nach eigenen Angaben eine Million Euro zur Soforthilfe zur Verfügung gestellt.
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