Rheinland-pfalz Dürre, Sturm und Borkenkäfer: Enorme Waldschäden im Land
Stürme, Trockenheit und Schädlinge haben den Wäldern in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr erneut stark zugesetzt. Insgesamt werde der entstandene Gesamtschaden im Jahr 2020 auf rund 400 Millionen Euro geschätzt, teilte das Umweltministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur mit. Davon entfielen alleine 340 Millionen Euro auf Schäden, die im Zusammenhang mit dem Borkenkäfer stehen. Der Schädling vermehrt sich bei Trockenheit massenhaft: Er findet in den von Dürre geschwächten Bäumen ideale Bedingungen zur Ausbreitung. Borkenkäfer brüten in den Rinden vor allem der Fichten.
Schadholz-Fläche von knapp 40.000 Fußballfeldern
Wegen Borkenkäfer-Befalls mussten im vergangenen Jahr rund fünf Millionen Kubikmeter beschädigtes Holz aus dem Wald abtransportiert werden: Das seien zwei Millionen Kubikmeter mehr als 2019 gewesen, teilte das Ministerium weiter mit. Seit 2018 sei insgesamt auf etwa 28.000 Hektar Schadholz – auch wegen Windschäden – entnommen worden: Das ist eine Fläche von knapp 40.000 Fußballfeldern. Insgesamt hat Rheinland-Pfalz eine Waldfläche von 840.000 Hektar.
„Der Wald ist ein sichtbares Opfer der Klimakrise“, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Die Vitalität der Waldökosysteme sei durch die drei vergangenen Dürre- und Hitzejahre erheblich geschwächt. Im Winter habe es zwar auskömmliche Niederschläge gegeben. Diese könnten aber „bei weitem nicht überall die Wasserdefizite in größerer Bodentiefe ausgleichen“. Nun hoffe man für 2021 auf „günstigere Bedingungen“ für den Wald. Im Kampf gegen die Borkenkäfer wäre ein kühl-feuchtes Frühjahr günstig.