Vorderpfalz Corona: Dunkelziffer laut Gesundheitsamt hoch

Die offiziellen Corona-Zahlen sind niedrig. Allerdings wird inzwischen auch deutlich weniger getestet.
Die offiziellen Corona-Zahlen sind niedrig. Allerdings wird inzwischen auch deutlich weniger getestet.

Die Zahl der Covid-19-Kranken ist nach wie vor hoch – auch wenn offizielle Zahlen das Gegenteil vermuten ließen: Davon ist das Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises überzeugt, das auch für die Städte Frankenthal, Speyer und Ludwigshafen zuständig ist. Da weniger getestet werde, rechne man mit einer hohen Dunkelziffer an Sars-CoV-2-Infektionen, heißt es auf Anfrage. Aktuell liegt die Inzidenz – also die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen – laut Robert-Koch-Institut in Rheinland-Pfalz bei 21 (Stand: 3. April). Entsprechende Modellierungen gingen allerdings derzeit von bundesweiten Inzidenzen von über 1000 aus, teilt das Gesundheitsamt mit. In der Vorderpfalz seien überwiegend die Omikron-BA.5-Varianten in Umlauf, die sich vergangenen Sommer in Deutschland ausgebreitet hatten.

Mit dem Wegfall der meisten Corona-Regelungen – und damit auch mit dem Ende einer Testpflicht, etwa bei Altenheimbesuchen – hat die Anzahl der Schnell- und PCR-Tests ab März noch einmal deutlich abgenommen. Kliniken in der Region melden dem Gesundheitsamt aber nach wie vor nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes Verdachtsfälle, Infektionen und Todesfälle, informiert die Sprecherin der Kreisverwaltung. In zwei Alten- und Pflegeheimen in Speyer und im Rhein-Pfalz-Kreis habe es im März Corona-Ausbrüche gegeben. „Die Zahl der positiv getesteten Personen blieb in beiden Einrichtungen jedoch unter zehn“, heißt es auf Nachfrage.

Wie Hausärzte die Lage beurteilen, lesen Sie hier.

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