Politik Bundesamts-Chef fordert Standort für Atommüllendlager bis 2046

Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Atommüll muss nach Ansicht des Präsidenten des Bundesamts für die Sicherh
Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Atommüll muss nach Ansicht des Präsidenten des Bundesamts für die Sicherheit nuklearer Entsorgung (BASE), Wolfram König, bis 2046 abgeschlossen sein.

Die Suche nach einem Endlager für den hochradioaktiven Atommüll muss nach Ansicht des Präsidenten des Bundesamts für die Sicherheit nuklearer Entsorgung (BASE), Wolfram König, bis 2046 abgeschlossen sein. „2046, also der Zeitpunkt, der von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) als schnellster Zeitpunkt angenommen wird, müssen wir jetzt als Benchmark nehmen. Das ist das, wonach wir alles prüfen müssen in dem Verfahren“, sagte König der Deutschen Presse-Agentur in München. Weitere Verzögerungen müssten vermieden werden.

„Die Sicherheit hat Vorrang, bei radioaktiven Abfällen ist die Sicherheit aber nicht losgelöst von der Zeit. Wird das Thema zu weit vertagt, dann wird die Zeit selbst zu einem Sicherheitsfaktor“, betonte er. Deshalb sei es wichtig, einen realistischen, aber zugleich ehrgeizigen Zeitplan zu haben.

Verzögerung des ursprünglichen Zeitplans

König verwies darauf, dass schon 2046 eine Verzögerung von 15 Jahren zur ursprünglichen Zeitplanung bedeute. „Ich halte es nicht für vertretbar, dass wir einfach hinnehmen, dass es bis weit in diesem Jahrhundert dauern soll, bis wir überhaupt einen Standort haben, der dann natürlich noch realisiert werden muss“, betonte er. Im Anschluss müsse noch für Planung, Bau und Genehmigung mit 20 Jahren gerechnet werden und die Einlagerung für 30 bis 40 Jahre betrieben werden.

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