Post-Streik Briefe und Pakete auch am Mittwoch liegen geblieben
Auch in der Pfalz: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hatte die Gewerkschaft Verdi für Mittwoch zu erneuten Warnstreiks aufgerufen.
„Von diesen Aktionen betroffen sind die Brief- und Paketzustellungen in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland“, hatte Verdi am Mittwochmorgen mitgeteilt. Der Appell zum Ausstand war an die Beschäftigten aus verschiedenen Betriebsstätten in den beiden Bundesländern gegangen.
Mehrere Orte der Pfalz betroffen
In der Pfalz waren von den Warnstreiks vor allem Kaiserslautern, Schopp, Sembach, Grünstadt, Bad Dürkheim, Freinsheim, Hettenleidelheim, Kirchheimbolanden und Göllheim betroffen. Im Saarland waren die Streik-Schwerpunkte unter anderem Kirkel, Wadgassen und Merzig.
Schon am Dienstag sowie in den vergangenen Wochen hatte die Gewerkschaft Briefzentren bestreikt, um in der Tarifrunde den Druck auf die Deutsche Post zu erhöhen. „Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, für unsere Forderungen zu kämpfen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis.
Verdi fordert ein Entgeltplus von 7 Prozent für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten der Post in Deutschland. Außerdem sollen sie drei Extra-Urlaubstage bekommen. Wer Verdi-Mitglied ist, soll gar vier zusätzliche Urlaubstage bekommen. Ihre Forderung begründet die Gewerkschaft mit dem teuren Alltag und der gestiegenen Arbeitsbelastung, die mehr Freizeit und damit mehr Erholung erforderlich mache.
Post kündigt Angebot an
Der Post gehen die Forderungen zu weit, sie fordert eine „wirtschaftlich tragfähige“ Erhöhung. Sie verweist auf die im Digitalzeitalter schrumpfenden Briefmengen und den hohen Investitionsbedarf. Die Post kündigte an, in der nächsten, am 12. Februar startenden Tarifrunde ein Angebot vorzulegen.