wirtschaft Bremer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Greensill Bank

Die Privatbank lockte mit ungewöhnlich hohen Zinsen.
Die Privatbank lockte mit ungewöhnlich hohen Zinsen.

Die Bremer Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die in Turbulenzen geratene Bremer Greensill Bank AG eingeleitet. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag auf Anfrage. Details wollte er nicht nennen. Die Behörde werde sich zunächst einen Überblick verschaffen.

Die Finanzaufsicht Bafin hatte bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige gestellt und die Tochter des britisch-australischen Finanzkonglomerats Greensill am Mittwoch wegen drohender Überschuldung mit sofortiger Wirkung für den Kundenverkehr geschlossen.

Bei einer Sonderprüfung hatte die Bafin nach eigenen Angaben festgestellt, dass das Bremer Institut nicht in der Lage sei, „den Nachweis über die Existenz von bilanzierten Forderungen zu erbringen, die sie von der GFG Alliance Group angekauft hat“. Dem Vernehmen nach geht es um den Vorwurf der Bilanzfälschung.

Das Bremer Institut bot neben Finanzierungen für Unternehmen auch Tages- und Festgeldanlagen an und lockte dabei mit ungewöhnlich hohen Zinsen. Die Anlagen wurden von der Bank selbst und über Zinsportale im Internet wie beispielsweise Weltsparen angeboten.

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