Mannheim Bergung von Chemie-Fässern soll am Freitag beendet sein

Fass für Fass holte der Spezialbagger aus dem Container.
Fass für Fass holte der Spezialbagger aus dem Container.

Nach dem Chemieunfall im Mannheimer Hafen sollen bis spätestens Freitagvormittag alle Fässer aus dem havarierten Container geborgen werden. Bis Donnerstagabend waren etwas mehr als die Hälfte der rund 200 Fässer geborgen, die Bleichmittel enthielten und am 23. August in Brand geraten waren. Nach Angaben der Stadt Mannheim kam es bei der Bergung zu keinen Problemen. Da es nach dem Brand des Containers keine chemischen Reaktionen in den Fässern mehr gebe, bestehe bei der Bergung keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Fässer werden einzeln aus dem Container geholt. Dann werden sie von den Behörden begutachtet und für den Abtransport vorbeireitet. Die Arbeiten haben am Mittwoch begonnen und wurden unterbrochen, um den Hafenbetrieb nicht zu stören.

In unserem Blog zu dem Chemieunfall finden Sie alles Weitere.

Vor Ort sind neben der Feuerwehr und Spezialisten der BASF auch Brandermittler der Polizei im Einsatz, um die Unglücksursache zu klären. Nach Angaben der Polizei werden die Ermittlungen zur Brandursache noch einige Wochen dauern. Im Mittelpunkt dabei stünden Fragen nach der Lagerung und der Dichtigkeit der Fässer. Offensichtlich sei der Brand entstanden, weil der Inhalt der Fässer mit Sauerstoff reagierte. Geprüft werde nun, ob die Fässer womöglich nicht dicht waren oder bei der Lagerung beschädigt wurden.

Die von den Behörden freigegebenen Fässer aus dem Container werden in Transportbehältern zur BASF nach Ludwigshafen gebracht, wo sie dann entsorgt werden. Die BASF-Werkfeuerwehr übernimmt die technische Bergung – in Abstimmung mit der Mannheimer Feuerwehr. Das Bleichmittel war in der BASF produziert worden und sollte über den Mannheimer Hafen per Schiff in die Türkei transportiert werden.

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