Ludwigshafen BASF weitet Herstellung von Desinfektionsmittel deutlich aus

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Die BASF weitet die Produktion von Desinfektionsmittel am Standort Ludwigshafen nach eigenen Angaben deutlich aus. Zusätzlich zu dem bislang hergestellten Hand-Desinfektionsmittel auf Isopropanol-Basis stellt das Unternehmen nun auch Hand-Desinfektionsmittel auf Bio-Ethanol-Basis her. Wie die BASF mitteilt, will das Unternehmen mit den zusätzlichen 100.000 Litern pro Woche die bundesweite Online-Plattform des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) „Notversorgung Desinfektionsmittel“ unterstützen.

Großteil wird kostenlos verteilt

Bislang hatte die BASF in einem Technikum am Standort Ludwigshafen ausschließlich isopropanolhaltiges Hand-Desinfektionsmittel hergestellt. Nun wurden die Voraussetzungen geschaffen, um in einer weiteren Anlage auch Bio-Ethanol als Ausgangsstoff nutzen zu können. Der Großteil der dadurch zusätzlich verfügbaren Mengen wird über die Online-Plattform des VCI kostenlos verteilt. Auf diesem digitalen Marktplatz sollen Anbieter und Interessenten zusammengebracht und die Belieferung von Großabnehmern bundesweit koordiniert werden. Einen Teil der zusätzlichen Mengen will die BASF, wie bisher, kostenlos dem Gesundheitswesen in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) und darüber hinaus zur Verfügung stellen.

„Die chemische Industrie in Deutschland steht zu ihrer Verantwortung und leistet einen Beitrag, um unser Gesundheitssystem während der Corona-Pandemie zu stützen,“ sagt Michael Heinz, Vorstandsmitglied und Standortleiter Ludwigshafen.

Großes Interesse

Nachdem die BASF zunächst ausschließlich Krankenhäuser in der MRN kostenlos mit Hand-Desinfektionsmittel beliefert hatte, hat das Unternehmen die Aktion „Helping Hands“ nach eigenen Angaben auf hausärztlich tätige Arztpraxen mit lokaler Notfallversorgungsfunktion in der MRN ausgeweitet. Darüber hinaus beliefert die BASF inzwischen auch Städte und Landkreise in der Metropolregion. Diese versorgen dann ihrerseits weitere Institutionen vor Ort, im Wesentlichen Pflegeeinrichtungen. Das Interesse sei enorm, vermeldet die BASF: Bislang hätten sich weit über 2000 Kliniken, Praxen und weitere Institutionen aus dem Gesundheitsbereich aus ganz Deutschland gemeldet.

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