Unternehmen BASF stößt Geschäftszweig ab
Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat eine verbindliche Vereinbarung zur Veräußerung seines Geschäfts mit Inhaltsstoffen für Nahrungsmittel- und Gesundheitsprodukte, Food and Health Performance Ingredients, einschließlich des Produktionsstandorts in Illertissen, Deutschland, an die Louis Dreyfus Company (LDC) unterzeichnet.
Das weltweit ausgerichtete Unternehmen LDC ist einer der führenden Händler und Verarbeiter von landwirtschaftlichen Gütern sowie pflanzenbasierten Inhaltsstoffen. Beim bisherigen BASF-Portfolio von Food and Health Performance Ingredients geht es um Trends in der menschlichen Ernährung (Humanernährung).
Der Verkauf, von dem der BASF-Heimat-Standort Ludwigshafen mit Blick auf dortige Mitarbeiter nicht betroffen ist, hatte sich schon seit weit über einem Jahr abgezeichnet: Die Sparte mit knapp 300 Mitarbeitern am Standort Illertissen, zwischen Ulm und Memmingen gelegen, bietet nach BASF-Angaben nur begrenzte Synergien für den Chemiekonzern, ist wenig integriert und stelle keinen strategischen Schwerpunkt mehr für den Dax-Konzern dar.
300 BASF-Mitarbeiter sollen zu LDC wechseln
Bei Abschluss der Transaktion sollen die etwa 300 Mitarbeiter von der BASF, laut einer Sprecherin die betroffenen Beschäftigten in Illertissen und rund ein Dutzend kaufmännische Mitarbeiter in den USA, voraussichtlich zu LDC übertreten.
Beide Parteien haben Stillschweigen zu den finanziellen Einzelheiten der Transaktion vereinbart. Kontinuierliche und zuverlässige Lieferungen sowie die Geschäftsbeziehungen mit Kunden würden von dieser Transaktion nicht beeinträchtigt, so die BASF laut Unternehmensmitteilung.
„Aufbauend auf dem Erfolg unserer Teams, das dieses Geschäft in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat, kann LDC als zukunftsorientiertes Unternehmen sowohl unseren Mitarbeitenden als auch dem Portfolio eine vielversprechende Perspektive bieten“, sagt Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE und verantwortlich für den Bereich Nutrition & Health.
BASF will ihr Vitamin- und Futtermittel-Enzymgeschäft ausbauen
„Die Veräußerung dieses Geschäfts an LDC unterstützt unsere strategische Portfolio-Optimierung und ermöglicht uns eine Konzentration auf unsere Kerngeschäfte bei Nutrition & Health. Wir sind weiterhin entschlossen, unsere Kernproduktplattformen zu nutzen und unser Geschäft in Schlüsselbereichen wie Vitaminen, Carotinoiden und Futtermittel-Enzymen auszubauen.“
„Im Einklang mit LDCs strategischen Plänen zur Umsatzdiversifizierung durch mehr wertschöpfende Produkte und das Wachstum in nachgelagerten Märkten, bietet diese Vereinbarung eine Möglichkeit, unsere Präsenz im schnell wachsenden Markt für pflanzliche Inhaltsstoffe zu erhöhen“, sagt Michael Gelchie, CEO von LDC.
Emulgatoren und Zutaten für Omega-3-Öle
Der Geschäftsbereich Food and Health Performance Ingredients umfasst Food Performance Ingredients wie Aufschlag- und Schlagmittel, Lebensmittelemulgatoren und Fettmehlklassen, Health Ingredients wie Pflanzensterolester, konjugierte Linolsäure (CLA), Zutaten für Omega-3-Öle für die Humanernährung sowie einige kleinere Produktlinien.
Die Transaktion unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der Genehmigung durch die zuständigen Regulierungsbehörden. Vorbehaltlich der entsprechenden Genehmigungen ist der Abschluss der Transaktion nach Angaben einer BASF-Sprecherin für Mitte 2025 geplant.