Unternehmen BASF sieht sich gegen Trumps Zölle gewappnet

Das Stammwerk der BASF in Ludwigshafen.
Das Stammwerk der BASF in Ludwigshafen.

BASF hat sich im ersten Quartal 2025 behauptet – und das in einem zunehmend herausfordernden Umfeld“, sagte am Freitag BASF-Finanzvorstand Dirk Elvermann bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Das EbitDA vor Sondereinflüssen habe nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals gelegen. Die für die BASF maßgebliche Gewinnkennzahl Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände (EbitDA) erreichte im ersten Quartal dieses Jahres 2,625 Milliarden Euro und lag damit 3,2 Prozent unter dem Wert der gleichen Vorjahreszeit. Der Umsatz der BASF ging um 0,9 Prozent auf 17,402 Milliarden Euro zurück. Am heutigen Freitag kommen die BASF-Aktionäre zu ihrer jährlichen Hauptversammlung zusammen, allerdings nicht wie gewohnt im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim. Stattdessen wird das Treffen der Anteilseigner nach der Corona-Pandemie erstmals wieder virtuell stattfinden, also als Online-Veranstaltung.

Angesichts der aktuellen Marktentwicklungen im Zusammenhang mit den US-Zollankündigungen sagte Elvermann, „die BASF produziere vor Ort für die lokalen Märkte in allen wichtigen Regionen weltweit. Besonders in diesen herausfordernden Zeiten mache das das Unternehmen widerstandsfähiger als andere und sei ein Wettbewerbsvorteil.“ In Europa und Nordamerika beträgt der Umsatzanteil der von BASF in jeweiligen Regionen hergestellten Produkte den Angaben Elvermanns zufolge rund 90 Prozent. In den Vereinigten Staaten stammten mehr als 80 Prozent der BASF-Umsätze im Jahr 2024 aus im Land hergestellten Produkten. In Asien-Pazifik und in Südamerika lag der Anteil im Jahr 2024 bei rund 80 Prozent. „Dieser hohe Anteil an lokaler Produktion ist der Grund, warum die direkten Auswirkungen der Zölle auf BASF wahrscheinlich überschaubar bleiben“, so Elvermann weiter. Es müssten jedoch auch indirekte Effekte berücksichtigt werden, die sich aus der Verunsicherung der Marktteilnehmer und Änderungen der Kunden-Nachfrage in Branchen wie Automobil und Konsumgüter ergeben könnten. Die vollständigen Auswirkungen der aktuellen Zölle und Gegenzölle auf das BASF-Geschäft ließen sich aktuell nur schwer einschätzen.

Die BASF blieb am Freitag bei ihrer zu Jahresanfang veröffentlichten Prognose und erwartet ein EbitDA vor Sondereinflüssen zwischen 8,0 Milliarden und 8,4 Milliarden Euro (2024: 7,9 Mrd. Euro).

Mehr lesen Sie hier: BASF in unsicherem Fahrwasser.

x