Unternehmen BASF: Insgesamt 4200 Stellen von Abbau betroffen - „Menschen sollen bleiben“
Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF hat am Freitagmittag seine Personal-Einsparungsprogramme detaillierter erläutert.
Betroffen von den beiden Einsparprogrammen sind in Summe 4200 Mitarbeiter. In der Produktion in Ludwigshafen fallen durch die Stilllegung mehrerer Anlagen 700 Stellen weg.
Im anderen Einsparprogramm außerhalb der Produktion, das heißt in Forschung und Entwicklung, Unternehmens- und Service-Bereichen und in der Konzernzentrale, werden 3500 Stellen gestrichen, aber 900 vor allem in Berlin und Madrid wieder aufgebaut. In Ludwigshafen fallen von den netto 2600 Außer-Produktionsstellen 1800 weg. Das sind mit den 700 aus der Produktion in Summe 2500 in Ludwigshafen.
„Die Menschen sollen bleiben“
Zugleich besteht die Vereinbarung, dass die BASF bis 2025 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet. „Es sind Stellen, die wegfallen, die Menschen sollen bleiben, eine gewisse Flexibilität vorausgesetzt“, sagte Vorständin und Standortleiterin Werk Ludwigshafen Melanie Maas-Brunner auf RHEINPFALZ-Nachfrage. So werde man umfangreiche Qualifizierungsprogramme auflegen, um Mitarbeiter auf andere BASF-Bereiche umzuschulen. Wer von den Betroffenen zu Einheiten nach Berlin und Madrid wechseln wolle – „zu den dortigen Konditionen“ (Maas-Brunner) –, dem wolle man bei entsprechender Qualifizierung diesen Weg nicht verbauen.
Nach den Worten von Vorstandschef Martin Brudermüller ist die BASF „sehr zuversichtlich, dass wir für die meisten der in der Produktion betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in anderen Bereichen Beschäftigung anbieten können“, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.