Unternehmen BASF: Förder-Millionen für großes Wasserstoffprojekt in Ludwigshafen
Der Chemiekonzern BASF ist der Erzeugung von CO2-freiem grünem Wasserstoff in seinem Stammwerk in Ludwigshafen einen entscheidenden Schritt nähergekommen.
Durch die Förderzusage des Bundeswirtschaftsministeriums und des Landes Rheinland-Pfalz geht die Errichtung einer Anlage zur Wasserelektrolyse in die nächste Phase. Die Anlage soll, so der Zeitplan von BASF und Projektpartner Siemens Energy, im ersten Quartal 2025 in Betrieb gehen.
Bis zu 124,3 Millionen Euro von Bund und Land
Im Beisein der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und von Landesumweltministerin Katrin Eder (Grüne) hat Franziska Brantner (Grüne), Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, am Donnerstag auf dem Werksgelände in Ludwigshafen den Förderbescheid an BASF-Standortleiterin und Vorstandsmitglied Melanie Maas-Brunner übergeben. Bund und Land unterstützen das Projekt mit bis zu 124,3 Millionen Euro. Davon kommen bis zu 37,3 Millionen Euro aus Mainz.
Nach RHEINPFALZ-Informationen betragen die Gesamtkosten 149 Millionen Euro. Trotz der Haushaltsdiskussionen im Bund nach dem folgenreichen Urteil des Bundesverfassungsgerichts sei die Förderung „safe“ (sicher), wie Brantner der RHEINPFALZ bestätigte. Die Zusage sei unterschrieben, und vor dem BVG-Urteil bestehende Verträge genössen Bestandsschutz.
Die Anlage im Werk Ludwigshafen in der Nähe von Tor 13 wird mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Sie soll durch die Produktion von grünem Wasserstoff die Treibhausgasemissionen am Standort Ludwigshafen um jährlich bis zu 72.000 Tonnen senken. Mit einer Leistung von 54 Megawatt und einer Kapazität von bis zu 8000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr ist der Protonenaustausch-Membran-Elektrolyseur (PEM) einer der größten seiner Art in Deutschland.
Die Förderzusage sei „ein Meilenstein auf dem Weg zu Netto-Null-CO2-Emissionen und gleichzeitig ein Signal für die Leistungsfähigkeit des Standorts Ludwigshafen“, sagte Maas-Brunner.
Bei der Wasserelektrolyse wird Wasser mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Insbesondere weil der Stromverbrauch dabei hoch ist, soll der Strom zur Wasserstofferzeugung aus erneuerbaren Energien kommen.